Selbstfahrer Tipps für Südafrika
Automiete bei Ankunft | Abfahrt / Sicherheit |
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Autofahren in Deutschland, Sie denken beinahe nicht mehr drüber nach: Sie drehen den Schlüssel um und weg sind Sie. In Südafrika ist die Sache doch etwas anders. Sie müssen zuallererst links fahren. Die Erfahrung zeigt, dass man sich nach den ersten paar Kilometern schnell daran gewöhnt. Die Entfernungen sind allerdings viel größer und die Gegebenheiten anders. Auf der Basis der Erfahrungen unserer Kunden und unserer eigenen Reisen können wir Ihnen die folgenden Tipps geben:
Autovermietung bei Ankunft
Sie können nach Ihrem Flug auf dem Ankunftsflughafen Ihren Mietwagen abholen und sofort starten. Auf Nachfrage ist es auch möglich einen Transfer zu buchen. Sie holen dann den Mietwagen am folgenden Tag beim Stadtbüro in Pretoria ab. Dafür nutzen Sie am Besten die sogenannten Easy Going Startpakete.
Die Route planen
Südafrika komplett mit dem Mietwagen bereisen ist machbar, aber wenn Sie gänzlich über Land von Johannesburg nach Kapstast oder anders herum reisen wollen dann müssen Sie sich mindestens 3 Wochen Zeit haben und das ist immer noch kurz. Vier Wochen sind eigentlich empfehlenswerter.
Ist Ihre Reise etwas kürzer oder wollen Sie viel sehen, probieren Sie das vorher gut zu planen und fliegen Sie eine oder mehrere Strecken. Ihr Urlaub wird dadurch ein Stück entspannter. Vorallem die Strecke Durban - Port Elizabeth (oder anders herum) wird von vielen Reisenden geflogen, Sie verpassen dann allerdings das frühere "Homeland" Transkei, siehe Baustein Transkei Wildcoast.
Die Reise zum Krüger Nationalpark von Johannesburg/Pretoria aus dauert etwa 6 Stunden. Vor allem am Freitag ist die 3-spurige Straße zum Krüger Nationalpark und am Sonntagmittag vom Krüger Nationalpark schon mal recht voll. Sie können von den Flughäfen rund um den Krüger Nationalpark (Phalaborwa, Nelspruit) weiterfliegen zu anderen Zielen. Das geht auch von Hoedspruit, Eastgate Airport und dem neuen internationalen Flughafen Krüger Nationalpark Mpumalanga, unweit von Nelspruit und Hazyview. Bedenken Sie auch, dass ein Tagesabstand von 500 Kilometern schon eine gehörige Strecke ist und wenig Zeit lässt die Beine zu strecken.
Nur Mietwagen?
Wochenlang nur mit einem reservierten Mietwagen durchs Land, das ist das ideale Bild von Freiheit, aber ist das auch immer praktisch? In den Städten gibt es einige Unterkünfte, auf der Gartenroute viele B&B´s. In den Parks ist das nicht so, in den kleineren Orten teilweise auch nicht. Es ist daher durchweg besser Ihre Reise vorher gut zu planen und vor allem wenn Sie während der südafrikanischen Schulferien reisen, Ihre Unterkünfte fest zu legen. Wollen Sie auch in den Nationalparks verweilen, dann sollten Sie sich früh darum kümmern (sicher einige Monate im Voraus). Über das Internet können Sie viele Unterkünfte finden, es ist allerdings nicht teuerer und viel entspannter die Bausteine von erlebe-südafrika zu kombinieren. Ihre Unterkünfte sind reserviert, auch an den populärsten Orten, Ihre Route ist im Gleichgewicht und Sie sind an genau den richtigen Orten um das Land kennen zu lernen.
Tipp: Verlängern Sie Ihren Aufenthalt an den verschiedenen Orten mit einem weiteren Tag. Steigen Sie aus dem Mietwagen und unternehmen Sie etwas (sportliches), die tollste Art und Weise, um das Land wirklich gut kennen zu lernen und so strecken Sie Ihre Beine auch wieder!
Welche Mietwagen Kategorie?
Sie werden eine ziemliche Strecke hinter sich lassen. Kontrollieren Sie auch noch kurz für sich selbst, ob es nicht doch die Mühe wert ist, ein Mietwagen eine Nummer größer zu buchen. Der Gepäckplatz ist häufig doch begrenzt, so dass das bisschen mehr Platz das doppelte Geld wert ist. Das haben auch unsere Reisenden bestätigt. Ein Jeep lohnt sich in Afrika nur, wenn Sie auch eine passende Route mit weniger Asfalt nehmen: Jeep-Rundreisen in Südafrika.
Abfahrt/Sicherheit
Starten Sie früh am Tag: Sie sind dann ausgeruht, es ist nicht so warm und Sie kommen gut voran. Wenn Sie bereits viele Kilometer der Tagestrecke hinter sich haben, können Sie besser planen wie Sie den Tag weiter einteilen wollen und wo Sie wie lange halten wollen. Reisen Sie im südafrikanischen Sommer, dann ist ein Mietwagen mit Klimaanlage schon recht angenehm. Nachtfahrten werden nicht empfohlen. In den Parks ist es sowieso verboten (diese sind geöffnet von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang, Sommer- und Winterunterschiede also). Fahren Sie nicht schneller als die angegebene Geschwindigkeit. Die Straßen sind außerhalb der Städte ruhig und gut, so dass man schnell neigt gehörig aufs Gas zu treten. Aber beachten Sie: die Kurven liegen häufig verräterisch schlecht und die Polizei ist dann vielleicht nicht sichtbar, hat aber manchmal Radarpistolen mit und die Bußen sind hoch. Seien Sie auch auf verlassenen Wegen aufmerksam: gerade da ist ein plötzlich in Ihrem Spiegel auftauchendes Auto ein Schreckmoment. In den Parks dürfen Sie übrigens durchweg nicht schneller fahren als 40km/h. Schließen Sie vor allem unterwegs in den Städten die Fenster und Türen Ihres Autos: sicher ist sicher.
Tanken
Es liegt auf der Hand, aber trotzdem: Tanken Sie rechtzeitig, es gibt im Prinzip genügend Tankstellen, auch bei den Eingängen der Parks und innerhalb, bei den größeren Lodges. Aber manchmal heißt es auch suchen. Beachten Sie: die Tankstellen akzeptieren KEINE Kreditkarten, nur Rand in bar. Dafür werden gratis Ihre Scheiben und Spiegel gesäubert! Mit einem kleinen Trinkgeld dabei sind die Tankstellenbediensteten sehr froh.
Essen und Trinken
Bei beinahe allen Unterkünften ist ein gutes Frühstück inbegriffen. Das Diner (durchweg zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr) ist auch kein Problem. Bei Reisetagen kann der Lunch schon mal ausfallen. Sorgen Sie dann auch auf jeden Fall dafür genügend Essen und Trinken für unterwegs einzukaufen, u. a. bei den Tankstellen oder preiswerter in den Supermärkten gerade so am Rand der kleineren Orte. Snackbars, Imbisse und Stehcafes werden Sie vergeblich suchen. Bei Lodges liegen die Zeiten der Mahlzeiten häufig fest.
Erreichbarkeit unterwegs
Alles über das Telefonieren in Südafrika finden Sie auf dieser Seite.
Was nehmen Sie (nicht) mit. Meistens sind Sie doch recht lang unterwegs, so dass die Neigung groß ist viel mitzunehmen. Denken Sie dann an das folgende:
1. Südafrikaner sind durchweg informell gekleidet, daher ist Ferienkleidung kein Problem.
2. Sorgen Sie nur für Kleidung in mehreren Lagen: die Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen sind in großen Teilen des Landes beträchtlich (schauen Sie sich dazu auch die Klimainformationen an). Was Sie auf der Safari tragen sollten.
3. Hartschalenkoffer passen nicht gut in den Gepäckraum des Autos. Nehmen Sie Rolltaschen oder ähnliches mit, aber sorgen Sie dafür, dass diese mit kleinen Vorhängeschlössern abschließbar sind.
4. Sorgen Sie für einen guten Moneybelt, denn in Ihrem Auto müssen Sie, wie auch überall, nichts wertvolles lassen. Nasse Tücher (wetties) sind dagegen sehr praktisch im Auto, eine Taschenlampe ebenfalls.
Zum Schluss:
Vor Ort erhalten Sie natürlich kostenlos das Kartenmaterial des Autovermieters. Dieses ist durchweg nicht sehr detailliert. Wir raten Ihnen daher bereits in Deutschland einen guten Auto-Atlas bei einem Reisebuchhandel zu kaufen. Sicher ist das etwas teuerer als in Südafrika, aber Sie können sich besser vorbereiten. Bei den großen Shell- all service-Tankstellen in Südafrika ist ein guter "road-atlas" zu kaufen (etwa 10,- Euro) von ganz Afrika, superpraktisch!
