Informationen zum Krüger Nationalpark und anderen
Südafrika Nationalparks

Wer nach Südafrika reist, sollte vorher ein paar Informationen über die verschiedenen Südafrika Nationalparks und Naturschutzgebiete, die Foto-Safaris, die Sie dort machen, und die typischen Gewohnheiten, die dazu gehören, sammeln. Hier eine kurze Zusammenfassung der Erfahrungen, die wir selbst in diesem Land gemacht haben.


Foto Safari in Südafrika Nationalparks

Krüger Nationalpark

Der bekannteste und wichtigste Südafrika Nationalpark ist natürlich der Krügerpark (Krüger Nationalpark Karte). Er liegt im nordöstlichen Teil des Landes und umfasst ein größtenteils noch unberührtes Naturgebiet von 60 mal 350 km. Im Krüger Nationalpark liegen etwa 20 Camps (eingezäunte Gebiete), in denen die Parklodges und Unterkünfte liegen.  Außerdem gibt es noch einige private Parks (mit Lodges), teilweise im Park, wie zum Beispeil Sabi Sands, teilweise am Rande des Parks (wie z.B. Timbavati, Klaserie oder Manyeleti), bei denen die dazwischen liegenden Zäune entfernt wurden, sodass das Großwild frei umher ziehen kann. Die Qualität der Unterkünfte, Wildgebiete und Ranger bestimmen den Preis. Die luxuriösesten kosten zwischen 150,- und 500,- Euro pro Person pro Tag und sind damit schon ziemlich teuer. Doch am Rande und in der Nähe des Nationalparks auch tolle, noch bezahlbare Lodges zu finden, die Ihnen eine einzigartige "Jenseits von Afrika"-Erfahrung bieten können. Mit Preisen zwischen 55,- und etwa 85,- Euro p.P pro Tag sind diese bezahlbar und haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Diese sind in die Bausteine Sturmlaternen im Busch und Exklusive Krüger Nationalpark Foto-Safari eingebaut.

Die Unterschiede in Kürze:

Parklodges im Krüger Nationalpark

Vorteile: Sie reisen komplett in Eigenregie, bestimmern Ihre Route und Tageseinteilung selber, und die Parklodges sind vergleichsweise preiswert, außerdem sind Sie von niemandem abhängig. Das finden Sie in fast allen Krüger-Bausteinen.
Nachteile: Die Lodges sind, vor allem im Krüger Nationalpark, häufig recht groß und nicht so intim. Die Restaurants sind ebenfalls auf eine  große Anzahl von Gästen ausgelegt und ebenso der Service. Mahlzeiten sind nicht standardmäßig im Preis inbegriffen. Sie können auch den Grill (Braai) vor Ihrem Haus benutzen, aber dann müssen Sie Ihre eigenen Sachen dafür mitnehmen. Sie haben keine erfahrenen Ranger an Ihrer Seite, der Ihnen hilft die Tiere aufzuspüren, so dass man manchmal etwas verpasst. Deswegen können wir für Sie eine organisierte Morgen- oder Abend-Foto-Safaris buchen (vor Ort häufig ausgebucht); Sie sind dann zu Fuß oder mit dem Landrover mit Guide im Park unterwegs, auf der Suche nach den wilden Tieren.
Rondavel im Kruegerpark

Private Lodges rund um den Krüger Nationalpark

Vorteile: Kleine, atmosphärischere Unterkunft. In der Regel haben Sie größere Chancen die Big Five zu sehen. Sie verweilen in gleichgesinnter, internationaler Gesellschaft, so dass Sie häufig nette Bekanntschaften schließen können. Die Gamedrives und Gamewalks werden in Begleitung erfahrener Ranger durchgeführt.
Nachteile: Natürlich ist der Preis hier höher. Der Aufenthalt ist in der Regel mit Halb- oder Vollpension inklusive aller Aktivitäten, was schnell teuer aussieht. Zählen Sie die Mahlzeiten dazu, dann fällt der Preisunterschied gegenüber den preiswerteren Parks kaum auf.

Kompliziert? Unsere Empfehlung: eine Kombination beider Reisephilosophien ist eigentlich am Schönsten.
Privatlodge im Krueger Nationalpark
Addo Elephant National Park

Weitere wichtige Südafrika Nationalparks

Hluhluwe
Eigentlich Hlhuhluwe-Umfolozi Nationalpark, 1897 zum Nationalpark erklärt und nach dem Krüger Nationalpark der älteste Südafrika Nationalpark. Er besteht aus zwei Teilen: Hluhluwe und Umfolozi, die durch eine Art Korridor miteinander verbunden sind. Es ist einer der schönsten Parks Südafrikas, den Sie eigentlich nicht verpassen dürfen! Es gibt Löwen, Elefanten, Giraffen, sowohl Breit- als auch Spitzmaulnashörner und noch viele andere Tiere. Der Park ist recht hügelig und bewachsen; während unseres Sommers können Sie die Tiere am Besten sehen, dann herrscht dort Winter und das Blätterdach ist nicht so dicht. Sie können den Park gut mit dem eigenen Auto erkunden, das Straßennetz ist gut. Von St. Lucia oder den Unterkünften um Hluhluwe aus können Sie auch organisierten Foto-Safaris im offenen Jeep unternehmen. Sie können auch an einem mehrtägigen und sportlichem Trekking teilnehmen, das durch den Park organisert wird. Mit dem Baustein Bienenkorbhäuser und St. Lucia können Sie den Hluhluwe Park besuchen.

St. Lucia

Oder um es offiziell zu machen: The Greater St. Lucia Wetlands Park. Ein enormes Naturschutzgebiet, von der UNESCO geschützt, das in verschiedene Parks und Reservate unterteilt ist. Krokodile, Nilpferde, viele verschiedene Vogelarten und leider auch Mücken... Einer der Höhepunkte ist eine Bootsfahrt über den See; diese können Sie direkt vor Ort in St. Lucia buchen. Oder Sie können auch eine Tagesauflug mit einem Allradwagen zu den fast menschenleeren Stränden und Dünen von Cape Vidal machen.
Tsitsikamma, Storms River
Hluhluwe National Park

Addo Elephant Nationalpark

Dieser Südafrika Nationalpark (164.000 ha) liegt in den Zuurbergen, etwa 75 km nördlich von Port Elizabeth im Tal desSundays River. Der Park ist berühmt für seine vielen Elefanten. Nach viel Wilderei gab es einmal nur noch 11 Elefanten, aber jetzt sind es wieder etwa 450, die können Sie also gar nicht verpassen. Der Park hat eine schöne, grüne Landschaft und eine besondere Vegetation wie den Spekboom mit seinen lila Blüten. Wenn Sie bei Port Elizabeth noch ein wenig Zeit haben, lohnt sich ein Besuch des Addo Elephant Parks sicherlich.  Es gibt Pläne den Park auf 360.000 ha zu erweitern. Neben Elefanten, Büfflen, Löwen, Leoparden und Nashörnern gibt es auch Wale und weisse Haie in diesem Nationalpark.


Tsitsikamma Nationalpark

Ein Küstenpark, der die 100 km lange und rauhe Küste zwischen Plettenberg Bay und Humansdorp einnimmt. Ein schmaler, etwa 5 km breiter Streifen mit den Tsitsikamma Bergen im Hintergrund, mit wunderschönen Schluchten und Flüssen. Außergewöhnlich ist die Vegetation im allzeit grünen Wald: Yellowwood (sog. Stinkholz) und Proteas (Südafrikas nationale Blume). Einer der bekanntesten Orte ist das Gebiet um Storms River. Im Tsitsikamma Nationalpark und dem nahe gelegenen Robberg Nature Reserve können Sie auch sehr gute Trekkings und Wanderungen machen.
Foto Safari im Krueger Nationalpark

Foto-Safaris, Gamewalks und vieles mehr

Das sind Pirschfahrten bei denen man mit (meistens offenen) Jeeps oder speziellen Fahrzeugen auf die Suche nach den wilden Tieren geht. Begleitet von einem oft bewaffneten Ranger, der ein großes Wissen über Flora und Fauna besitzt. Die Informationen während der Foto-Safaris sind auf Englisch, manchmal auch auf Südafrikanisch. In manchen Fällen auch ein sogenannter Tracker dabei; jemand der vorne sitzt und die Umgebung nach (Groß)-Wild absucht. Es sind begeisterte Naturmenschen, die Sie die Umgebung genießen lehren. Auch wenn Sie nicht viele verschiedene Tieren sehen, sind Walking- oder Foto-Safaris sicherlich ein Erlebnis wert. In manchen Logdes gibt es selbst ein Tagebuch, in dem die "Sightings" laufend festgehalten werden. Das Mindestalter für einen Gamedrive ist in der Regel 8 Jahre, für einen Gamewalk liegt es bei 12 Jahren.

Ankunft, Abfahrt und Tageseinteilungen

In einer Lodge zu übernachten lohnt sich nur, wenn Sie 2 Nächte bleiben. Es sei denn Sie kombinieren zwei Lodges oder Camps im selben Gebiet.  Das machen die meisten Reisenden. Kürzer ist nicht ratsam, länger geht natürlich. Sie kommen in der Regel gegen 15:00 Uhr an, beziehen Ihr Zimmer, Häuschen oder eingerichtetes Zelt und erfrischen sich ein wenig. Und dann geht es gleich los mit der Mittagssafari. Abfahrt ist nach der Morgensafari, also etwa um 10:00 Uhr. Wenn Sie noch weit fahren müssen, können Sie diese morgendliche Aktivität natürlich auch auslassen. (Die Kosten bleiben gleich.)

Foto-Safaris und andere Aktivitäten finden eigentlich immer zwei Mal am Tag statt: kurz nach Sonnenaufgang (zwischen 06:00 Uhr während unseres Winters oder 07:00 Uhr während unseres Sommers) und 10:00 Uhr und von etwa 15:30 bis 18:00 Uhr bis zum Sonnenuntergang. Die Parks haben feste Öffnungszeiten, in der Regel von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das wird strikt befolgt, vor allem wegen der Sicherheit. Sie können daher absolut nicht später kommen. Sollte das doch der Fall sein, dann nehmen Sie in jedem Fall telefonisch Kontakt mit der Lodge auf.

Grobe Tageseinteilung:
05:30 Uhr: Wecken, 06:30 Uhr: nach Kaffe/Tee und Snack Gamedrive oder -walk; 09:30 Uhr: spätes Frühstück; 10:00 - 15:00 Uhr: freie Zeit, ausruhen, eventuell Lunch, manchmal Walking-Safari oder Besuch des in der Nähe liegenden Dorfes; 15:00 Uhr: zweite Foto-Safari, 19:00 Uhr: Rückkehr und Abendessen beim Lagerfeuer, 21:00 Uhr: Kaffee, Getränke, gemütliche Gespräche, etc; um 22:00 Uhr geht man schlafen.

Nilpferde im Krueger Nationalpark
Sarafi im Krueger Nationalpark

Tipps für unterwegs

Mahlzeiten
Bei Vollpension sind die Mahlzeiten und Kaffee/Tee inklusive. In einigen Südafrika Nationalparks ist der Aufenthalt auf Basis von Halbpension, Sie lassen dann häufig den Lunch aus. Meistens ist mindestens 1 Foto-Safari pro Tag inbegriffen. Sie können weitere Aktivitäten dazu buchen. Das Abendessen ist oft in der Form eines "Braais" oder Barbeques, bei dem (viel) Fleisch gegrillt wird, in Kombination mit Reis, Kartoffeln, Salat etc. Sind Sie Vegetarier oder haben Sie bestimmte Unverträglichkeiten, dann teilen Sie uns das bitte immer bei der Buchung mit. Wir können das dann weitergeben, und vor Ort wird auch darauf geachtet. Kommen Sie nicht zur Essenszeit bei der Lodge an und man rechnet nicht mit Ihnen, dann können Sie nicht davon ausgehen, dass das Restaurant geöffnet hat. Sorgen Sie also dafür, dass man von Ihrem Kommen weiß und geben Sie Bescheid, falls Sie etwas später kommen. Fahren Sie selber im Krüger Nationalpark umher, dann sorgen Sie dafür, dass Sie zum Lunch etwas im Auto haben oder zeitig (zwischen 12:00 und 14:00 Uhr) in einem Camp sind. Stellen Sie sicher dass Sie vor 18:00 Uhr zurück im Camp sind, das Abendessen folgt dann.

Kleidung/ unterwegs
Sie brauchen wirklich keine spezielle Safari-Kleidung, um Ihre Foto-Safari zu genießen. Ein paar Tipps: Tragen Sie gedeckte Farben (wie grün, kaki, braun und schwarz) um die Tiere nicht zu verschrecken. Nehmen Sie einen warmen Pullover, Schal und Mütze mit: dies ist wirklich nötig, denn morgens und abends kann es bei der Fahrt im offenen Auto ziemlich kalt werden. Am besten ist es mehrere Lagen anzuziehen. Eine Taschenlampe ist auch sehr praktisch, wenn Sie früh oder spät zurückkommen. Sorgen Sie für lange Ärmel und Hosenbeine, gegen Mücken bei Sonnenuntergang und gegen scharfe Pflanzen, wenn Sie eine Walking-Safari (zu Fuß natürlich) machen. Nehmen Sie auch einen Fotoapperat oder eine Videokamera mit. Davon haben Sie allerdings nur was, wenn Sie eine gutes Zoom-Objectiv haben. Ein Fernglas ist auf jeden Fall praktisch. Essen, Trinken und Rauchen ist unterwegs natürlich untersagt, während eines Stopps kann geraucht werden, und die Ranger sorgen für Getränke.

Sicherheit und Erreichbarkeit

Sicherheit
In den Südafrika Nationalparks mit großen (Raub)-Tieren darf man absolut nicht aus dem Auto oder Safari-Fahrzeug aussteigen, es sei denn, ein bewaffneter Ranger ist dabei. Im Krüger Nationalpark, wo Sie immerhin in Eigenregie fahren, gibt es spezielle Halteplätze, wo das trotzdem möglich ist und es auch Toiletten gibt. Ausnahmen sind die Parks, in denen kein großes Raubwild herum läuft, wie zum Beispiel Mlilwane im Swaziland. Hier können Sie auf eine ganz andere Art und Weise den Park und die Tiere entdecken, wie z.B. mit dem Pferd, Fahrrad oder einfach unabhänig zu Fuß. Eine Kombination mit dem Mlilwane Park ist daher auch sehr empfehlenswert, vor allem, wenn Sie sowieso durchs Swaziland fahren.

Erreichbarkeit
Vor allem wenn Sie mit dem Auto durch Südafrika fahren, ist es praktisch, ein Handy dabei zu haben. Sie können Ihr eigenes mitnehmen und vor Ort eine SIM-Karte kaufen. Ein Telefon ist dann nützlich, wenn Sie den privaten Parks mitteilen müssen, wie spät Sie ankommen. Und natürlich ist es auch ein Stück Sicherheit.
Schild im Krueger Nationalpark

Eintritte Nationalparks

An jedem Eingang zu den großen Südafrika Nationalparks finden Sie eine Rezeption, in der Sie Karten und alle benötigten Informationen erhalten können. Man schreibt Ihr Kennzeichen auf, und Sie bezahlen einen kleinen Eintrittspreis (Tagespreis oder wenn Sie im Park übernachten, einen einmaligen Eintritt). In der Regel wird dies pro Person und pro Auto gerechnet. Die Privatparks haben Eintrittstore. Hier sitzt oder kommt ein Pförtner, der das Tor öffnet und schließt. Sie müssen meistens vorher mit Ankunftszeit angemeldet sein.Wenn Sie den Park verlassen, dann benötigen Sie Ihre Eintrittsgenehmigug oder eine gesonderte Ausfahrtsgenehmigung, die Sie in der Logde, in der Sie übernachten, bekommen. So weiß man genau, wer in den Park hinein und herausfährt - sicher ist sicher.

Eintrittspreise Nationalparks (ohne Gewähr)  

Park

Preise pro Tag

Kind
Addo NPR 110,- p.P.

R 55,- p.P.

Augrabies

R 76,- p.P.

R 38,- p.P.

Cape Good Hope

R 60,- p.P.

R 10,- p.P.

Cape Vidal

R 30,- p.P. und
R 35,- pro Auto

R 15,- p.P.

Giant's Castle

R 25,- p.P.

R 13,- p.P.

Golden Gate NP

R 76,- p.P.

R 38,- p.P.

Hluhluwe

R 90,- p.P.

R 45 (3-12 J.) p.P.

Imfolozi

R 90,- p.P.

R 45 (3-12 J.) p.P.

Karoo

R 76,- p.P.

R 38,- p.P.

Krüger Nationalpark

R 140,- p.P.

R 70,- p.P.

Kgalagadi park

R 140,- p.P.

R 70,- p.P.

Royal Natal NP

R 30,- p.P.

R 15,- p.P.

Sodwana Bay

R 20,- p.P.

R 15,- p.P.

Swaziland Mlilwane

R 25,- p.P.

 

Tsitsikamma

R 88,- p.P.

R 44,- p.P.

Timbavati

R 110,- p.P. und 
R 100,- pro Auto

 

Westcoast Park

R 76,- p.P.

R 38,- p.P.




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